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Ramayana

Ramayana -
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Allgemeines

Zu Inhalt und sozialer Stellung des Werkes:

Neben einer anmutenden Liebesgeschichte wird im Ramayana (= der Weg des Rama) auch der Kampf des Guten gegen das Böse beschrieben - sowohl in den himmlischen als auch den menschlichen Sphären. Zudem wird der Leser mit der gesamten Indischen Religion, Philosophie und auch Geschichte bekannt gemacht.
Das Ramayana begegnet einem im Indischen Raum alltäglich und in jeder Ecke ... in Schattenspielen, Theateraufführungen, Kino, Comic-Heft-Serien mit an die Hundert Bände bis hin zu TV-Serien. Es wird kein Medium ausgespart, um die Tradition des Werkes und dessen heilbringende Botschaft zu wahren und immer wieder neu zu verbreiten!
Auch findet sich das Werk mannigfach in Namen von Tempeln oder Inschriften, Malereien und Skulpturen wieder. Das Ramayana ist allgengenwärtig.

Zum Werk:
Hinter dem Mahabharata mit 160.000 Versen, das ein Literaturwissenschaftler einst als "Ungeheuer der Weltliteratur" bezeichnete, ist das Ramayana mit seinen 48.000 Versen Sanskrit (24.000 Doppelverse) das zweitgrößte Epos der Welt. Zum Vergleich: Es hat etwa das dreifache Volumen der Trilogie "Herr der Ringe"!
Das Ramayana unterteilt sich in 7 Bücher (siehe Kurzzusammenfassung) mit 620 Kapiteln in 24.000 Doppelversen Sanskrit, wobei dem Werk eine besondere 'göttliche' Ausdrucksform inne liegt, der 'Sloka'.

In Europa setzten die ersten Auseinandersetzungen mit der Indischen Literatur mit Herder 1770 ein - mit dem Ramayana explizit gegen Anfang des 19. Jahrhunderts - allen voran der junge Friedrich Schlegel, der eigens das Sanskrit erlernte, um sich am Original orientieren zu können. 2 Bücher übersetzte er ins Deutsche, dann unterbrach sein früher Tod das grandiose Vorhaben einer Komlettübersetzung.
Es folgten diverse Ansätze einer Übersetzung in England und Frankreich. Doch den meisten Autoren und Autorengruppen ging nach spätestens 3 Büchern die Puste aus.
Eine erste Komplettübersetzung in Englische Prosa schuf Ralph T. H. Griffith 1870–1874)

Ramayana auf Deutsch
In Deutscher Sprache wurden indess nur Nacherzählungen geschrieben … von 50-zeiligen Geschichten in Heldensagen-Sammlungen … über größere Nacherzählungen (Willi Meinck 1976) bis hin zur einer gerafften Prosaübersetzung (1983) von Claudia Schmölders, die zwar nicht eine vollständige Übersetzung lieferte, aber zumindest sämtliche Kapitelüberschriften einfügte.
Eine vollständige deutsche Fassung des Ramayana (mit wirkliche sämtlichen Kapitelinhalten) liegt erst im Jahre 2008 von Undine Weltsch vor. Es handelt sich um eine Komplettübersetzung der englischen Griffith-Übersetzung (Sanskrit in Prosa-Englisch - siehe oben) ins Deutsche.
Nach weit über 200 Jahren hat sich nun wieder ein Deutscher an dieses Mammutwerk herangewagt, Dirk Büchner. Sein Ziel: Eine 7-bändige Kommentierte Ausgabe als Originalübersetzung aus dem Sanskrit. Der erste Band ist im April 2012 erschienen, der zweite Band im Mai 2013.